Ein Zusammenfassung von Dr. med. Claudia Nitsch (ÄK-Mandatarin) über „FUTURE TALK“ 

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Hier ein kurzer Bericht von meinen Notizen über die Veranstaltung „FUTURE TALK“, am 28.1.2026 in der Wiener Ärztekammer.

Moderiert wurde der Abend von einem Medizinjournalisten der Tageszeitung, Die Presse.

Das Thema war die AMBULANTISIERUNG des Spitalwesens.

  • Die Krankenhausbetten sind zu viele und zu teuer.
  • Ein Blick in unsere Nachbarländer zeigt, dass es auch anders gehen kann.
  • Es steht daher ein Strukturwandel bevor.
  • Krankenhausbetten sollen zukünftig reduziert werden und der stationäre Bereich verschlankt werden.
  • Behandlungen, auch jene kardiologische Interventionen wie Schrittmacher oder Kardioversionen, sollen ambulant möglich werden.
  • Operationen sollen vermehrt als Tageseingriffe durchgeführt werden. Ein Beispiel dazu: Knie TEP wie in Deutschland tagesambulant
  • Vorteile für den Patienten sind kürzere Liegezeiten, weniger Spitalsinfektionen (wie nosokomiale Infektionen)
  • Vorteil für das Gesundheitssystem ist eine höhere Wirtschaftlichkeit.

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren wie folgt:

  • Von der politischen Seite die Herren Willi Marhold, Herwig Ostermann (GÖG), Jan Pazourek von der Sozialversicherung und Richard Gauss von der MA 24
  • Vertreter der medizinischen Seite waren die ÄK Vertreter, Kollegin Kamaleyan-Schmied, Kollege Maldonado und Kollege Glaser.
  • Einigkeit bestand am Podium über die Notwendigkeit einer raschen Prüfung der Umsetzungsmöglichkeiten, die Versorgung von Stationär zu Ambulant zu transferieren.
  • Zweifel dazu kamen aus dem Publikum – hat der niedergelassene Bereich überhaupt die Kapazitäten für die postinterventionelle Versorgung wie
    • Pflege, weitere medizinische Betreuung, Labor
    • wie und wer reagiert bei Komplikationen?

Kollege Rasinger betonte: „die Politik kümmert sich nicht um die Hausärzte

Kollegin Kamaleyan-Schmied forderte ein Umverteilung der finanziellen Mittel in den niedergelassenen Bereich, um die neuen Aufgaben stemmen zu können. „Bevor es billiger wird, muss man investieren“.

Nächstes Gespräch ist für Februar 2026 geplant.

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