CHITINASE-Die große Gefahr beim Insektenfraß

Vor einigen Wochen wurde in einem Schweizer Gesundheitskanal (QS24) ein interessantes Gespräch mit Prof. Dr. Stefan Hockertz geführt.

Chitinase, ein Enzym zur Verdauung des Chitinpanzers der Insekten, steht dem menschlichen Organismus evolutionsbedingt nur in geringen Mengen zur Verfügung (ein sog. Notfallenzym). Ob große Mengen von Chitin, wenn jahrelang Insektenmehl als Mehlergänzung verwendet wird, wie von der EU angestrebt, vom menschlichen Stoffwechsel toleriert werden können, wurde bisher noch nicht geprüft. Für unseren Organismus wäre es definitiv eine große Umstellung.

Es gibt eine angeborene Stoffwechselerkrankung, eine infantile Form von „Morbus Gaucher“, eine sog. Sphingolipidose, die durch eine Ansammlung von Glukozerebrosiden im Gewebe hervorgerufen wird. Bei dieser Erkrankung wurde eine signifikante Erhöhung des Enzyms Chitinase, festgestellt. Auch bei Asthmapatienten wurden erhöhte Werte von Chitinase gefunden. Die Bedeutung der Erhöhung der Chitinase im Zusammenhang mit diesen beiden Erkrankungen ist bis dato nicht bekannt.

Es stellen sich in diesem Zusammenhang auch die Fragen wie 1) ob z.B. durch eine kontinuierliche Gabe dieser Chitin-haltigen Lebensmittel, der menschliche Organismus dazu angeregt werden kann, die Produktion der körpereigenen Chitinase an die Menge des zugeführten Produkts anzupassen (etwa durch epigenetische Veränderungen oder Mutationen), oder 2) welchen Einfluss diese Nahrungsumstellung auf das menschliche Mikrobiom im Darm hat (welches eine wichtig Rolle bei der Immunabwehr des Körpers spielt), und 3) ob vermehrt Morbus Gaucher oder ähnliche Stoffwechselveränderungen zu beobachten sein werden. 

Warum die EU dieses Insektenmehl propagiert, ist ungeklärt. Dieses „Fremdeiweiß“ hat zwar einen „Nutriindex“, der im grünen Bereich liegt, dennoch haben Wissenschaftler die EU vor der Zulassung dieses „Fremdeiweiß“ gewarnt, weil man eine „Prionenerkrankung“ ähnlich der Creutzfeldt-Jakob Krankheit bzw. der „Bovinen-Squamösen-Encephalitis“ (BSE), dem Rinderwahnsinn, nicht ausschließen kann.

Es wurde auch berichtet, dass diese Insektenfarmen vorwiegend in Fernost, wie Vietnam oder Kambodscha bereits in Betrieb genommen wurden. Ein kritischer Aspekt der Insektenfarmen wurde hervorgehoben, nämlich, dass diese Insekten direkt, ohne jegliche, hygienische Maßnahmen, wie z.B. Pasteurisierung, zu „Brei“ vermahlen werden. Das ist deshalb sehr problematisch, da Insekten Träger von Pilzen, Bakterien und anderer Parasiten sind, die für Menschen möglicherweise pathogen sein können. Nicht erwähnt wurde, wie die Trocknung, bzw. Gefriertrocknung durchgeführt wird, um die “mehlartige“ Konsistenz zu erreichen.

In Oberösterreich, quasi vor unserer Haustüre, gibt es bereits eine Insektenfarm, die man zu den oben genannten Themen kontaktieren könnte, um nähere Details zu erfahren.

Für interessierte Leser anbei der link zu dem Gespräch mit Dr. Hockertz.

Dr. med. Dorothea Salzer

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